Panta rhei ... alles fließt ...
 

Wie Bernard wieder laufen lernte
Videos, die zeigen, wie ein kleiner, gelähmter Kater wieder auf die Beine kommt



Auf diesem Kanal von Youtube sind zur Zeit 17 kleine Einzelvideos, mit Texten, die die Fortschritte und sein Leben genau dokumentieren. Zuerst aber sehen Sie einen Fim als Zusammenfassung, der Ihnen das mühevolle Anklicken der Einzelteile erspart. Bitte genießen sie diesen mit Ton!

(die bunte Zeile oben, oder die Bilder einfach anklicken)


   



Hochsensible  und Tiere und hochsensible Tiere

Samwise der Getreue





Frida
 

Bernard



Fury und Sam






Natürlich, warum auch nicht?

Es wurde beobachtet, dass nicht nur Menschen hochsensibel sind, sondern prozentual die gleiche Anzahl an Wirbeltieren, nämlich 15-20%

Kürzlich bekam ich folgende schöne email von Monika Graber, Tierpflegerin in der Schweiz:

...Übrigens lese ich gerade das Buch " Wenn du zuviel fühlst" Ich finde es sehr interessant, denn ich wusste nicht was ich unter hochsensible verstehen sollte, jetzt weiss ich es und sehe, dass es auch viele Tiere gibt, die hochsensibel sind. Jetzt fällt es mir auch leichter mit solchen Tieren umzugehen und sie zu verstehen....

Ich vermute, dass die meisten hochsensiblen Menschen ein Tier besitzen, Pardon, einen tierischen Freund haben, oder eine Freundin! Warum? Vielleicht, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie von ihren tierischen Freunden besser verstanden und angenommen werden, als von den menschlichen. Tiere werten nicht!

So habe auch ich in meinem Leben immer Kontakt zu Tieren gehabt, meistens zu Katzen, aber auch zu Pferden. Beide Tierarten haben mir immer wieder zur Heilung verholfen, auch wenn ich nie richtig reiten gelernt habe. Darüber habe ich in meinem ersten Buch eine Geschichte geschrieben, wer es besitzt, sie heißt: Die Reise zum Ich.

Wenn ich einmal keine eigene Katze hatte, so kam bald eine von außen auf mich zu. Meistens wenn ich umzog, begrüßte mich ein vernachlässigter Streuner und machte mir die neue Wohnung heimisch, noch ein paar Jahre lang. Es war ein Geben und Nehmen: Ich bekam die Zuneigung und das Vertrauen und die Katze erhielt meine Liebe, meine Fürsorge, meine homöopathische Hilfe, um ihre jeweiligen Zipperlein oder auch mal leichtere Verletzungen gut zu überstehen. Bei schwereren Fällen, wie einem „Marderschaden“ zum Beispiel begleitete ich die tierärztlichen Interventionen. Marder können einer Katze schwer zusetzen, mein Hofkater Ranki muss mit einer ganzen Bande zu tun gehabt haben. Der Schwanz war fast abgebissen und Vorderpfote und Gesicht waren heftig verletzt. Der Tierarzt nähte die größten Schäden, doch wollte er eigentlich den Schwanz amputieren. Er meinte, das werde wohl nichts mehr, weil die Nerven durchtrennt waren. Welch ein Glück, dass er das nicht getan hatte, denn alles kam mithilfe meiner Kügelchen wieder in Ordnung.Wenige Monate später hatte es Ranki geschafft und konnte mich wieder stolz und zufrieden mit erhobenem Schwanz begrüßen ...

Eine Zeitlang habe ich im Tierheim gearbeitet, natürlich im Katzenhaus und hatte auch da die eine oder andere Katzenseele, die sich in mein Herz schlich.

Bei all diesen Freundschaften und „Liebesgeschichten“ mit Tieren kam mir eine große Eigenschaft der Hochsensiblen zugute, nämlich die Fähigkeit, mich einzufühlen und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Und diese konnte ich im Laufe der Jahre im Umgang mit Katzen ausbauen und weiterentwickeln.

*****So kam es auch, dass ich mich mit einer guten Bekannten über meine Katzen und deren diverse gesundheitliche Probleme unterhielt. Sie erzählte mir von ihrem gelähmten Katerchen und ich schaute mir das Kerlchen an, ohne wirklich reelle Hoffnung, ihm helfen zu können. Der Kleine hatte über 2 Jahre zuvor einen Unfall gehabt und nun war seine hintere Hälfte gelähmt. Er war von nicht gerade wenigen Tierärzten untersucht worden und seine Besitzer fanden sich damit ab, dass er nun eben so bleibt, wie er damals war. Er robbte, sich mit den Vorderbeinen ziehend durch seinen Raum, verrichtete sein Geschäft auf ausgelegten Handtüchern, weil er das Klogehen nicht beherrschte. Er durfte mit seinen Besitzern auch raus, konnte sich aber nur auf dem Po rutschend ein wenig umherbewegen, an Katerleben und Mäusefangen und freies Ausgehen war nie zu denken.
Und doch! Ich betreute Bernard und seine 2 Mitkatzen ein Jahr lang und nun läuft er und fängt Mäuse. Er ist ein glücklicher Kater geworden, mit allem, was dazugehört, verjagt andere Kater und beschützt seine geliebte Minnie, sein zu Hause und seine Menschen vor fremden Katzen. Er hoppelt zwar noch ein wenig beim Rennen, und wenn er ganz wild hinter einer Maus her ist, purzelt er im Eifer des Gefechts noch hinten um. Aber er erwischt die Mäuse trotzdem und ist nun eine selbständige Katze, pardon, ein Kater, der jederzeit durch die Klappe nach draußen kann und die Gärten, Felder und den Waldrand unsicher machen kann. Ein richtig schönes Happy end!

Ich habe die ganze Geschichte aufgeschrieben und werde ein Buch herausgeben, aus all den Erlebnissen, wie sich unsere Beziehung und das Vertrauensverhältnis zueinander entwickelt hat, wie sich ein Dialog aus Verstehen, Erkennen und Umsetzen zwischen uns ergab, nonverbales Verstehen, das ich aber manchmal auch in amüsante Bemerkungen der Katzen über- und umsetze. Wir haben viel Lustiges miteinander erlebt, haben die Freude über Fortschritte geteilt, wenn Bernard mir stolz vorführte, was er nun wieder Neues gelernt hatte. Ich habe noch nie solchen Ehrgeiz erlebt an einer Katze, dieses ständige Weitertrainieren. Vom ersten unwillkürlichen Schwanzschlagen mit dem bis dahin unbeweglichen Schwanz, als ich seine Ungnade erregt hatte, über das erste Aufstellen auf vier Beine, bis zu den Fluchtversuchen, wenn ich mit ihm draußen Gassi ging, und er mir entwischen wollte, weil die Frau Nebel (also ich) ja schon wieder reinwollte, in die warme Wohnung, "die olle Spielverderberin". Das sah alles schon sehr nach Laufen aus und schliff sich im Laufe der Monate immer weiter ein ...

So, jetzt hoffe ich, dass ich bald einen Verlag finde, der das Buch mit dem Arbeitstitel: Alle meine Katzen – und das Lauflernwunder herausgeben möchte, damit viele Katzenbesitzer ihre Freude daran haben können und andere Besitzer und Freunde behinderter Katzen mit meinen Ratschlägen und homöopathischen Erläuterungen vielleicht ihren geliebten „Schätzen“ weiterhelfen können.