Panta rhei ... alles fließt ...



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Wenn du zu viel fühlst  (184 Seiten)

Schirner Verlag

Wie Hochsensible den Alltag meistern

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Hochsensible voll im Leben (250 Seiten)

Schirner Verlag

Das HSP-Arbeitsbuch

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Homöopathie kompakt (96 Seiten)

Schirner Verlag

Grundwissen leicht erklärt. Eine Heilweise besonders geeignet für Hochsensible

6.95 €



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Hochsensible und Feiern


Auch Hochsensible haben den Wunsch und das Bedürfnis dazuzugehören und loszulassen. Sie werden aber nur allzuoft und allzuleicht überrollt!

Hier zeige ich mal, wie sich so was abspielt für jemand wie uns.(für mich)

Ein neuer Versuch.

Ich habe mich über die Einladungskarte zur Einweihungsfeier sehr gefreut. Meine Freunde sind in eine andere Stadt gezogen. Ich weiß, daß es anstrengend sein wird, aber ich tröste mich mit dem Gedanken, daß ich ja, wenn es zu viel wird, immer noch gehen kann.
Die Adresse kenne ich noch nicht, kein Problem, der Routenplaner hilft mir...

Der Tag ist gekommen, ich muß für die Fahrt etwa 2 Stunden rechnen. Die Streckenbeschreibung liegt ausgedruckt neben mir auf dem Beifahrersitz. Ich hätte mit Bekannten fahren können, aber ich weiß aus Erfahrung, daß es wichtig ist, frei zu sein. Frei, um zu entscheiden, wann ich gehen will und muss.Wenn es mir zuviel wird!

Die Fahrt läuft ganz gut und ich habe auch relativ unkompliziert den gut ausgeschilderten Stadtteil gefunden. Die Straße finde ich auch. Und anscheinend haben sie schon viele andere gefunden, denn da ist weit und breit kein Parkplatz zu finden. Ich drehe Runden, hoffe, jemand fährt weg, sodaß ich seinen Platz einnehmen kann. Einmal habe ich Glück, vor mir fährt jemand weg und ich fahre an der Lücke vorbei, um rückwärts hineinzusetzen. Ich bin zittrig, die Sucherei ist mir schon auf die Nerven gegangen und irgendwie weiß ich garnichtmehr, wo ich bin. Ich setze völlig schief an. Normal ist einparken nicht wirklich ein Thema für mich, aber hinter mir hupt es aufdringlich. Ich verfranse mich total, stehe fast halbquer und muß wieder heraus um nochmal von vorne anzufangen. Als ich wieder ansetze, rückwärts einzuschlagen, gibt der hupende Held Gas und setzt sich vorwärts völlig schief in „meine“ Lücke. Er ragt mit dem Kotflügel ein ganzes Stück in die Fahrbahn hinein, aber das scheint ihn nicht zu stören. Auch nicht, daß er mich ganz unverschämt ausgetrickst hat.

Ich bin sauer, mache mir aber die Sache erträglich, indem ich denke: Okay, da wär ich nie richtig reingekommen und ehe mir jemand mein Auto verschrammt...
Aber nassgeschwitzt bin ich trotzdem.


Okay, nächste Runde. Nach längerem Kurven habe ich schließlich und endlich doch noch einen Platz gefunden. Eigentlich bin ich jetzt fällig für die Couch. Am liebsten würde ich den Plan Fete schmeißen und schnurstracks wieder nach Hause brettern. Aber wo ich schonmal da bin!

Jetzt hab ich doch ein ganz schönes Stück zu marschieren und frage mich so durch. Hoffentlich finde ich mein Auto jemals wieder! Aber das Laufen tut gut und ich nehme den Duft der fremden Stadt wahr. Es ist ein Viertel mit Altbauten und mit Platanen, die erste Herbstgerüche verbreiten. Ich würde mich am liebsten auf eine der Bänke setzen und die Stimmung genießen. Aber es wird Zeit!

Ich suche und finde die Hausnummer. Ein großes Holztor führt mich in einen Hof. Ich schaue mich um, etwas staubig, etwas verkommen aber irgendwie schön. Es hat Atmosphäre hier. Man spürt die Menschen, die hier wohnen, ich fühle ihr Lebensfeld, kein einzelnes konkretes, sondern eine Mischung aus allen, nicht die Summe der Teile sondern die Gesamtheit. So wie man in einem Kuchen nicht einzeln das Mehl, das Ei, die Butter schmeckt, sondern den ganzen Kuchen.

Meine Seele hat sich inzwischen ein bißchen sortiert und erholt. Die Haustür steht offen und ich brauche nicht zu klingeln. Ich weiß, daß sie oben wohnen, unterm Dach! Ich lasse die tschilpende Spatzenschar, die über den Hof fegt, hinter mir und tauche in den kühlen Hausflur ein. Hier sortieren sich die Lebensfelder. Aus den Türen, an denen ich vorbeigehe, während ich die knarrenden Holztreppen hochsteige, dringen Essensgerüche, Geräusche, Duft von Duschgel, Stille, Katzengeruch.
Je nach dem. Als ich höher komme, rieche ich Zigaretten und höre sich verstärkendes Stimmengemurmel und Musik. Alle diese Eindrücke spielen nun schon auf meinem Stimmungspiano, dur und moll im subtilen Wechsel. Das fühlt sich schön an und bewegt mich.

Bevor ich oben klingele, bleibe ich erst nochmal still stehen und schließe die Augen und atme tief durch. Da drin geht es schon rund. Meine Freundin, die ich jetzt schon länger nicht mehr gesehen habe, öffnet. Sie fällt mir um den Hals, ein bißchen zu freudig. Ich schaue sie an, sie hat etwas verweinte Augen und zieht mich gleich in die Garderobenecke. Es geht ihr nicht gut, sie schüttet mir ihr Herz aus, sofern das unter den Augen der anderen unauffällig geht. Ihr geht's danach besser! Mir nicht!

Ich habe plötzlich einen Wolfshunger, werde richtig zittrig, aber ich kann ja nicht gleich über die Fleischtöpfe herfallen!(das tut man nicht!)Aber es wäre besser für meine Verfassung!

Stattdessen begrüße ich hier und da ein paar Bekannte und höre mir ein paar Banalitäten (Smalltalk) an, die mich jedesmal und immer wieder aufs neue am Sinn der menschlichen Kommunikation zweifeln lassen: „Auch da?“ „Und selber?“ „Was für ein Wetter!“ „Ja und vor allem so viel davon!“
Ja ich weiß, Smalltalk kann auch anders verlaufen und für philosophische Ergüsse ist nicht überall Raum und Zeit. Alkohol kann philosophische Ergüsse enorm fördern aber ab einem bestimmten Grad ad absurdum führen, was sie dann unter Umständen schon wieder hochinteressant macht.
Aber warum muß man reden, wenn man sich nichts zu sagen hat? Um (peinliche) Stille zu vermeiden? Ist Stille schwerer zu ertragen als Peinlichkeit? Für manche offenbar!

Ich merke, ich bin schon recht genervt. Und die Musik ist mir auch zu laut. Sie verhindert auf Dauer sogar Smalltalk. Eigentlich ein Vorteil. Aber ich merke, ich werde immer zittriger, die Geräusche und Gerüche reizen mich enorm. Ich kann mich nicht einlassen. Es ist alles wie eine schwere Wolke, die sich um mich herumlegt. Ich gehe jetzt doch schnurstracks in die Küche, um mir etwas zu essen zu holen. Dort ist es auch ruhiger. Es gibt allerhand Verschiedenes zu Essen, aber ich muß wieder aufpassen, darf nichts Scharfes nehmen, was mich noch mehr reizt und finde einen leckeren nahrhaften Nudelsalat mit Kichererbsen. Der Wolkenumhang lüftet sich ein wenig.

Mit Teller und Gabel in der Hand suche ich mir einen etwas ruhigeren Platz und lasse meine Blicke schweifen. Das ist besser als Kino, weil Realität. Ich sehe Fäden zwischen Menschen, höre Dissonanzen, erlebe den verwirrenden Reiz der gegensätzlich ausgesendeten Signale, wenn jemand akustisch hörbar sagt: „Ach komm doch mal her“, aber gestisch und mimisch: „Ach bleib mir bloß weg!“
Ich sehe in einer anderen Ecke meine Freundin von vorhin verhalten heftig mit ihrem Partner diskutieren und empfinde es wie einen Schlag in den Magen. Ich spüre, was zwischen den beiden steht und es verschlägt mir die Luft und den Appetit. Ich versuche mich auszuklinken aus dem Feld, aber es ist zu umfassend, es liegt auf mir wie dicke feuchtigkeitsgesättigte Luft.
Mein Herz beginnt zu rasen, ich darf den Kopf nicht schnell drehen, sonst wird mir schwindelig.

Ich spüre wieder einmal, wie mein Seelenaufzug lautlos und unaufhaltsam nach unten gleitet, in meine tiefsten Keller.
Ich will nur noch nach Hause, egal wie weit der Weg ist und wie anstrengend!
Von nun an agiere ich wie in Trance. Teller wegstellen, den Weg zur Garderobe einschlagen, ohne Abschied gehen... Wie so oft!

Ich habe mich oft gefragt, wann es so weit ist, daß mein Seelenaufzug agiert.
Ich spüre ihn nicht nur, wenn schon „alle Stricke reißen“, wenn ich das 37.mal meine eigenen Grenzen ignoriert und überschritten habe. So wie im obigen Fall. Nein, auch meine Beschreibung von Dur und Moll auf dem Stimmungspiano ist ein Synonym dafür.Es hebt mich subtil an, wenn mir etwas Bewegendes begegnet. Das fühlt sich an, wie ein gutgewarteter Aufzug, der lautlos auf die nächste Etage wechselt, man spürt nur den Hub. Und natürlich die „angehobene“ Stimmung. Wenn etwas mich unangenehm berührt, wird die Etage ebenso sanft gewechselt, eben nach unten. So geht es den ganzen Tag, das fällt mir garnichtmehr besonders auf. Nur wenn etwas unverhofft Schönes passiert, worüber ich mich besonders freue, rauscht mein Aufzug mit mir ab, nach oben und der Rausch, der all meine Glückshormone auf einmal freisetzt, regelrechte Kaskaden davon, endet, wie jeder Rausch über kurz oder lang - mit einem Kater. Welcome back in den unteren Bereichen! Da hilft dann nur noch der Rückzug, ins eigene Zimmer, in die Natur, Hauptsache alleine sein!

 

...Auszüge aus Ratschlägen:

Stress im Alltag: II. Öffentliche Verkehrsmittel

1. Wie ich schon in einer meiner Geschichten beschrieben habe, stört mich in besonders entspannten Situationen das Quietschen der Straßenbahnen und das Brummen der Busse in keiner Weise. Aber das ist eher die Ausnahme. Ohrstöpsel  ...

2. Die Enge im Bus, die Gerüche kann man nicht so einfach wegstöpseln. Da ist es sinnvoll, sich ein inneres Ziel mit Abzählen der Haltestellen zu setzen. Vielleicht kann man ...

3. Begibt man sich auf eine längere Reise, sollte man sich selbst einen Gefallen tun und vorsorgen. Hat man Probleme mit Zigarettenrauch, (im Ausland gibt es noch kein Rauchverbot) kann man  ...

Veranstaltungen:

Familienfeiern wie Geburtstage, Hochzeit, Taufe, Weihnachten...

1. Da die HSP überfordert sein kann, wenn am Tisch mehrere Gespräche gleichzeitig stattfinden, kann sie entweder ihr Problem ansprechen und darum bitten, dass möglichst nur immer einer spricht und die anderen zuhören. Das geht bei besonders  ...

2. Wird es zwischendurch doch zuviel, sollte der Hochsensible rausgehen, am besten allein, oder begleitet von einer anderen hochsensiblen Person, der er nicht erst groß erst etwas erklären muß, weil sie weiß, wie es ihm ergeht. Der Stress, der sich durch die Reizüberflutung aufgebaut hat, ...

3. Wird es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, zu denen auch da Ohrstöpsel zählen, denn wenn es laut ist, hört man ja immer noch genug, zu viel, sollte man sich nicht nötigen „durchzuhalten“ denn damit signalisiert man seinem Körper: Wenn ich durchhalte, geht es mir schlecht !

4. Es ist keine Schande, genug zu haben und zu gehen. Man sollte sich klarmachen, dass zwei schöne Stunden viel mehr wert sind als vier stressige. Andere Menschen brauchen diese Reize, um sich zu stimulieren, uns schaden sie! Wenn wir lernen, unsere Grenzen zu achten  ...

5. Oft sind es ja gerade bei Familienfeiern nicht nur die äußeren Reize, die auf uns einwirken. Da wirken Emotionen, ausgelöst durch Erinnerungen, es genügt schon die Duftnote des Parfüms der Tante, die Stimmungen auslöst. Selbst wenn diese Erinnerungen positiver Art sind, setzen sie wieder Reize.  ...

 
Entwicklung und Förderung eigener Talente und Begabungen.

1. Hochsensible haben irgendwie zwangsläufig die Begabung der erhöhten Wahrnehmung. Das ist, wie jede Begabung eine Herausforderung und ein Geschenk! Manch einer wird merken, dass er ein Lied nur einmal zu hören braucht und es nachsingen und  ...

2. Der optisch Begabte sieht jede farbliche Disharmonie, oder wenn an einer Grafik etwas nicht stimmt und sei der Fehler noch so minimal. Ein unharmonisches Bild bereitet ihm solche Schmerzen, und Unruhe, wie dem akustischen Typen ein disharmonisches Musikstück.
Er ist der geborene Maler, Graphiker oder  Bildhauer.

3. Wer Stoffe schon an der Struktur erkennt, am Schimmer, am Geräusch, das entsteht, wenn er mit den Fingern darüber streicht und dem Geruch, den der Stoff abgibt und daraus erkennen kann, mit welchem Material er zu tun hat, arbeitet mit allen Sinnen. Und die Stärke der HSP besteht darin, all diese Eindrücke zu einem multidimensionalen Eindruck zu verknüpfen, der sogar noch die Stimmung beeinflusst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß es Menschen gibt, die alleine durch das Betrachten von an sich bedeutungslosen Bildern  ...

4. Daher sind unter den HSPen viele Therapeuten zu finden. Sie sind empathisch, sehen, spüren, erleben den Zustand des Gegenübers und setzen ihre Wahrnehmung ein, um zu helfen.

Hier sieht man, dass diese Begabung faszinierend und wunderbar sein kann, aber dass diese begabte Person auch besonders auf sich aufpassen muß. Hochbegabte, berühmte Künstler haben dafür ihren "Hofstaat", der sie pflegt und hätschelt und alle Unannehmlichkeiten von ihnen fernhält, wir einfachen HSPen müssen selbst auf uns aufpassen! Das ist eine große Herausforderung...

Weitere Ratschläge über Ernährung, Sport, Einkaufen, Berufsleben, den Umgang mit den eigenen Emotionen, Entspannungstechniken...
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Teil 2 des Buches zeigt, wie sich durch Hochsensibilität meine Erlebnisse mit Steinen und Kristallen gestalten und erklären. Ich habe schon immer viel im Umgang mit ihnen erlebt, und ich bin davon ausgegangen, dass jeder das so erlebt. Schnell wurde ich eines besseren belehrt. Jetzt weiß ich auch, warum...

Einführung für Teil 2                                                                                                       

...Dank der Erkenntnis, eine HSP zu sein, bekommt, was ich bisher erlebt habe und nicht so recht zuordnen konnte, einen Sinn, auch meine Erlebnisse mit Steinen.
So bin ich nun in der Lage, meine starken Empfindungen, die ich im Zusammenhang mit Steinen und Kristallen habe, zu verstehen und sie zu interpretieren. Nicht nur das, ich kann nun auch endlich die im Laufe der Jahre gesammelten Notizen meiner Erlebnisse, die sonst relativ belang- und bedeutungslos geblieben wären, als Dokument meiner Neigung zur St-einfühlsamkeit (ein Kunstwort aus Stein und Einfühlsamkeit) sehen und sie Ihnen, den Lesern, als Geschichten mit Hintergrund präsentieren. Viele von uns haben und hatten schon Erlebnisse mit Heilsteinen und Mineralien. Viele empfinden so oder ähnlich wie ich! Ich war immer auf der Suche nach Erklärungen und Bestätigungen dieser meiner Erlebnisse und Erfahrungen. Ich traute mir und diesen Wahrnehmungen halt einfach mal wieder nicht! Damit kann man sich ganz schön das Leben schwermachen. 


...Ich weiß nicht so genau, wann, wie wo alles begann, aber ich kann mich erinnern, daß ich als Kind schon oft am Ufer des Mains saß, ich hatte dort im Gebüsch meinen „Privatstrand“, wo ich Kieselsteine und natürlich auch Muscheln, Schneckenhäuser und dergleichen sammelte und versteckte, denn meine Eltern waren nicht so begeistert, wenn ich diesen „Dreck“ nach Hause schleppte.
Später bekam ich selber Kinder und unterstützte sie beim Sammeln von Holzstücken, Ästen und beim Spielen im Dreck, was mir viele verständnislose Blicke bei der Familie und sogar im Freundeskreis einbrachte. Aber das war ja ganz egal, uns hat es Freude gemacht !
 
Meine Steinfühlsamkeit ist stark ausgeprägt,  genauso wie meine anderen Empfindsamkeiten. Ich wusste als Kind nur, daß, aber nicht warum, mich Dinge, wie schön geformte oder eigen gefärbte Kiesel, sanft plätschernde Wellen und eigenartig geformtes Treibholz, das aussieht, wie eine kleine Schlange oder ein kleiner Aal, ins Land der Träume entführen. Aber ich weiß erst heute, nach vielen Jahren, daß ich, wenn ich diese Dinge sammelte, meiner Schamanennatur (starke Naturverbundenheit) folgte. Auch der Duft dieser kleinen Bucht am Main, die zugewachsen und verwildert war, dieser Geruch nach trocknenden Wasserpflanzen, morastigen Schilftümpeln, belebte mich ungemein. Das war meine Freiheit, da durfte ich ich selbst sein, da redete mir niemand dazwischen, das war mein tropisches Eiland und ich war die Inselkönigin. Ich entdeckte lebende Miesmuscheln, untersuchte sie auf das genaueste, fand Fischlaich, in dem die kleinen Embryos zuckten und erlebte sogar eine Woche später das Schlüpfen dieser Brut mit.
Wenn ein Schlepper den Main hoch oder runter fuhr, oder sich sogar zwei auf meiner Höhe begegneten, kamen die Wellen angerauscht, stiegen immer höher und ich fühlte mich, als wäre ich am Meer. Da tanzte mein Herz und ich rannte aufgeregt an der etwa 5m langen Brandungszone meiner kleinen Bucht hin und her.
Genauso zappelig werde ich auch heute noch, wenn sich ein Sommergewitter nähert, da treibt mich eine unerklärliche Unruhe um, mein Puls rast, und mein Blutdruck steigt. Wenn sich das Wetter dann endlich entlädt, stehe ich am Fenster, oder sogar draußen im Regen und blühe auf. Früher machte ich dann regelrechte Regentänze. Mit manchen Tieren kann man solche aufregenden Gewitter-Erfahrungen teilen. Vor einigen Jahren hatte ich einen uralten Besuchskater, der saß bei solchen Sommergewittern mit mir am offenen Eingang des Wintergartens am Boden und drückte mir seine Pfote in die Handfläche und blinzelte mich dabei an. Wie ein alter Hexenmeister, der weiß, was in seiner Schülerin vorgeht...

...Was macht Heilsteine zu Heilsteinen ?

Massenweise kursieren Bücher über Steinheilkunde. Dort werden Steine, Mineralien, Kristalle zugeordnet.

Sie werden astrologisch bestimmten Planeten, Sternzeichen und Konstellationen zugeordnet .
Zum Beispiel sollte sich laut diesen Zuordnungen der Wassermann einen hellblauen Stein zulegen. Das finde ich genauso allgemein abgehandelt, wie das Tageshoroskop in der Zeitung. Als wenn ein Wassermann wie jeder andere Wassermann wäre. Also bräuchte man ja nur 12 verschiedene Steine, Kristalle, Mineralien, um den gesamten Tierkreis abzudecken.

Dann werden sie den Chakren zugeordnet, 7 Stück an der Zahl. Auch diese werden wieder bestimmten Farben zugeordnet. Wenn man also zum Beispiel Wassermann ist und hat Probleme mit dem Hals, kann man sparen, denn beidem wird ein hellblauer Stein zugeordnet.

Die Wirkung der Farben wird berücksichtigt, blau wirkt kühlend, rot erwärmend usw. Doch braucht man dafür Mineralien, tut es dann nicht vielleicht auch eine Farbkarte, ein Kleidungsstück ?

Bestimmten Steinen wird aufgrund dieser und weiterer Kriterien und deren Kombinationen eine bestimmte Eigenschaft zugesellt. Und dann wird kategorisch dieser bestimmte Stein verordnet, oder gar mehrere (einer fürs Tierkreiszeichen, einer für das Chakra, das gerade blockiert ist und einer, der den gerade vorherrschenden Ungleichgewichtzustand im Energiehaushalt durch die entsprechende Farbe behebt)

Vergessen wird dabei, daß es sich bei Personen um Persönlichkeiten und Individuen handelt.

Das ist ähnlich, wie in der Homöopathie. Eine Frau hat starke Wechseljahrsbeschwerden. Sie geht zum Homöopathen und bekommt von ihm das Mittel Sepia. Das tut ihr sehr gut. Sie spricht mit ihrer Nachbarin, die auch diese Beschwerden hat. Diese geht auf Empfehlung auch zu dem Homöopathen und sagt: „Ich will auch Sepia, es hat meiner Nachbarin so gut geholfen !“
Der -sicherlich gute- Homöopath wird sie lang befragen und ihr(zum Beispiel) die Arznei Lachesis geben, obwohl sie über sehr ähnliche Beschwerden wie ihre Nachbarin klagt. Und es wird ihr helfen, denn sie hat eben eine Lachesis- persönlichkeitsstruktur !

Die beiden Frauen hatten großes Glück, denn sie hatten einen guten Therapeuten, einen kompetenten Berater.

Die Arbeit mit Steinen sollte ähnlich gehandhabt werden, einfühlsam, hellsichtig, feinfühlig...
 

Ein weiterer kleiner Erklärungsversuch:
Alles, wir, der Stuhl unter uns, das Glas in unserer Hand, der Schlüssel.... besteht aus Atomen. Und nach bestimmten Modellen (siehe Einführung in Teil 2), die in den Schulen gelehrt werden, haben alle Atome um sich herum eine jeweils feste Anzahl Elektronen, die auf verschiedenen Hüllen oder auch Schalen um sie herumschwirren. Diese Elektronen und ihre Anzahl sorgen jeweils für die elektrische Ladung des Gegenstandes.
Also die Hand hat eine Ladung und der Kristall, den Sie gleich in die Hand nehmen, hat auch eine Ladung.
Die Ladung Ihrer Hand ist nicht jeden Tag, nicht mal jede Stunde gleich. Sie hängt ab von Ihren Gedanken, Ihrer Stimmung, was Sie gerade gegessen haben, gedacht haben....
Die Ladung des Steines ist nicht immer gleich, sie hängt ab von der Außentemperatur, von der Beleuchtung, von dem Platz, auf dem er liegt.


Resonanz

Es kann eine Ladung entstehen, die zu der Ladung des Haltenden in diesem Moment passt. Dann entsteht ein feedback. Die Ladung des Steines ist in Resonanz mit der Ladung des Menschen. Das kann sich ganz schnell ändern, denn diese Ladungen sind sehr labil! Man muß nur an etwas angenehmes oder auch unangenehmes gedacht haben, schon produziert der Körper andere Säfte, Hormone und dadurch auch Ladungen. Und schon „passt der Stein nicht mehr“. Dann muß man seine Feinfühligkeit trainieren und einen anderen jetzt passenden Stein finden. Das ist nicht leicht, für jede Befindlichkeit etwas passendes auf Lager zu haben und auch noch relativ schnell herauszufinden. Da hilft vorerst nur Versuch und Irrtum!

Am besten, man verlässt sich auf sein Gefühl, und schaut mit den Händen!...

Pflanzen und Tiere

profitieren ebenso von der Kraft der Steine. Ich bekam eine Riesen-Dieffenbachia geschenkt, eine kräftige großblätterige Zimmerpflanze. Da wir renovierten, landete sie auf dem Balkon und ich muß zu meiner Schande gestehen, ich ließ sie in der prallen Sonne stehen und sie bekam einen heftigen Sonnenbrand, das hieß, ihre Blätter welkten und starben ab. Dabei verlor sie unglaublich viel Pflanzensaft, das heißt, sie verblutete fast. Glücklicherweise hatte ich zwei größere Brocken stark eisenhaltigen Gesteins von den `Magnetfelsen´ in der Nähe der Burg Frankenstein, zu Hause. Eigentlich um den Stengel zu stützen legte ich die beiden Steine auf die Erde des Topfes. Eigenartigerweise kam nach ein paar Tagen ein neues Blatt zum Vorschein, obwohl die Pflanze noch nachblutete. Mittlerweile, ein halbes Jahr nach dem `Unfall´ hat sie sich weitgehend erholt...

Mein Kater Leo liebte es, wenn ich einige von meinen derzeit aktuellen Steinen auf einer bestimmten Stelle des Bodens für ihn liegenließ und rollte sich behaglich schnurrend mittendrin, oder beleckte sogar den einen oder anderen Stein.
Am meisten liebte er meine Moqui Marbles, von denen ich später noch berichten werde.

Meine später auftauchende Besuchskatze Mohr, der oben erwähnte „Hexenmeister“ hatte uns in unserem neuen Zuhause erwartet, begrüßt und adoptiert. Eines Tages, als ich von einer Steinbörse zurückkam, war er ganz besonders aufgeregt und konnte kaum erwarten, daß ich auspackte. Es war, als wüsste er schon, was ich in der Tasche hatte. Ich hatte unter anderem einen 24 cm hohen Kathedralenrauchquarz ergattert. Schön, schwer, geheimisvoll, naturbelassen, dunkel! Mohr saß neben mir auf dem Stuhl und sah zu. Als aber der Rauchquarz zum Vorschein kam, war Mohr nicht mehr zu halten. Er sprang auf den Tisch – was er sonst so gut wie nie tat-- und strich heftig schnurrend um den Stein... 

Ich glaube, Katzen tun sich viel leichter im Erfahren von Energien. Ich spüre durch meine Sensitivität ja schon sehr viel, aber ich glaube ich mache mir auch viel davon wieder kaputt, indem ich versuche zu analysieren, zu „beweisen“, was ich sehe, spüre, höre, rieche. Indem ich es hinterfrage, verliert das Erfahrene, das Erspürte seine Kraft.
Wie kommt es, daß wir Menschen spüren können, wenn uns jemand in unserem Rücken beobachtet! Sind das Überreste von Feinfühligkeit? Wenn unsere Hofkatze ganz innig mit ihrem Fressen beschäftigt ist, mit dem Rücken zu mir, und ich völlig bewegungslos am geschlossenen Fenster stehe und ihr zusehe, dreht sie sich sofort um und schickt mir ein Mau hoch. Tieren, vor allem Katzen traut und gesteht man das zu. Wenn Menschen es von sich behaupten, werden sie schief angeschaut...

...Hier eine Meditation, die hilft, einen Stein, den man sich ausgesucht hat (oder auch umgekehrt!), besser kennenzulernen:
Ich benutze hier einfach die vertraute Anrede Du, das macht das Loslassen einfacher!
Lass dir die Meditation vorlesen oder sprich sie vorher auf Band(Kassette).
Ich werde diese und andere Meditationen demnächst auf CD anbieten.

Kennenlernmeditation


Du liegst mit dem Stein deiner Wahl in der Hand völlig entspannt auf einem bequemen Platz und hast vorher dafür gesorgt, daß du eine Weile nicht gestört wirst. Wenn du möchtest, kannst du dich warm zudecken. Lege beide Hände auf deinen Bauch.
Nun schließe deine Augen und atme einmal langsam tief ein – und ebenso langsam wieder aus. Fühle dabei, wie du immer ruhiger und ruhiger wirst. Atme nun noch einmal ganz bewusst tief ein - und wieder aus. Du spürst dabei die Schwere deiner Hände mit dem Stein auf deinem Bauch. Und nun noch einmal – tief ein- und wieder ausatmen.
Inzwischen haben deine Hände Kontakt zu dem Stein aufgenommen. Der Stein schickt seine Schwingung und das, was er dir zu sagen hat in deine Hände, von da ab über die Nervenbahnen und über die Gefäße (Adern) zu dir. Das kommt bei dir an, wie ein belebender oder auch schwerer, aber sehr angenehmer Strom, der durch dich hindurchfließt. Wenn du möchtest, kannst du diesen Strom in Farben, die dir gefallen, durch deinen Körper fließen sehen. Du kannst diesen Strom auch als Licht wahrnehmen, das durch dich hindurchströmt und Stellen, die zu eng sind, weitet, und dunkle Stellen in dir aufhellt oder durchleuchtet, stockendes und stehendes wieder zum Fließen bringt. Du spürst diesen wunderbaren Kraftstrom unaufhaltsam deinen ganzen Körper durchfließen und ein Gefühl von Erleichterung und Heilung verbreiten. Du fühlst dich unendlich wohl und geborgen in diesem Fluß, der alles, was dich eng macht und dunkel und schwach, auflöst und dich dabei reinigt.
Du möchtest so noch ein wenig liegen bleiben und nur deinem Kraftstrom nachspüren...
Genieße diesen Zustand und gehe dabei jetzt in Gedanken zu dem Stein in deiner Hand und frage ihn noch, ob er eine Botschaft für dich hat. Höre ihm zu, bedanke dich und dann verabschiede dich von ihm. Vielleicht hat er dir einen besonderen Klang geschenkt, einen wunderschönen Lichtstrahl oder eine Farbe, möglicherweise deine neue Lieblingsfarbe. Was es auch ist, es ist ein Geschenk an dich!
Lege ihn nun beiseite, recke und strecke dich, gähne und wenn du magst, atme einmal tief durch und komme wieder an!
Wenn du magst, erzähle nun gleich, oder schreibe auf, was dir begegnet ist. Dabei fallen dir sicher Sachen wieder ein, die du sonst vielleicht vergessen hättest und das wäre doch schade!

Solche Meditationen kann man jederzeit machen, immer dann, wenn man einen neuen Stein besser kennenlernen möchte, oder mit seinem vertrauten Stein noch einmal reisen möchte, oder wenn man einfach mal nach innen nachschauen gehen will, wie es im Moment da aussieht, wo man Licht reinbringen will...
 

Diese Leseprobe wurde aus dem Ursprungsskript erstellt. Daher ist es möglich, daß der Wortlaut nach dem Lektorieren im Buch nicht genau so wortgetreu erscheint. Jedoch weiß ich, daß meine Lektorinnen sehr einfühlsam gearbeitet und den Sinn nicht verfremdet haben. In diesem Zusammenhang herzlichen Dank an Heike Wietelmann und Susanne Hühn!

 

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