Rezension von Michael Gienger. Newsletter Dezember 2009
leider erst jetzt im Mai 2010 entdeckt.
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10 _______ BUCHTIPP: WENN
DU ZU VIEL FÜHLST
In diesem Zusammenhang möchte ich abschließend noch auf ein sehr empfehlenswertes Buch hinweisen, das ganz gut zum o.g. Larimar paßt und sich u.a. auch der "Steinfühlsamkeit" widmet. Die Autorin Jutta Nebel zählt zu den "Hochsensiblen Persönlichkeiten" (sog. "HSPs"), Menschen mit sehr, sehr feinen Antennen sowohl für Sinnesreize, Wahrnehmungen, Stimmungen und Atmosphären ihrer Umgebung, als auch für Eindrücke eigener Erinnerungen, Vorstellungen und Gedankenwelt. In ihrem Buch nimmt Jutta Nebel die Leser durch Anekdoten und Erlebnisse ganz behutsam mit hinein in diese Welt der hochsensiblen Wahrnehmung und reflektiert damit den Fluch und den Segen, den eine solche Begabung mit sich bringt. Dabei finden sich etliche Themen, die hochsensiblen Menschen bekannt sein dürften: In der Kindheit nicht verstanden zu werden, der eigenen Wahrnehmung zu mißtrauen, Schwierigkeiten im Beruf und sozialen Miteinander, Entscheidungsschwierigkeiten, Belastungen durch das Stadtleben und im Gegensatz dazu eine innige Beziehung zur Natur - und nicht zuletzt psychosomatische Erkrankungen. Doch Jutta Nebel zeigt auch Lösungen, wie es trotzdem gelingen kann, mit beiden Beinen auf dem Boden des Alltags zu stehen und diesen erfolgreich zu meistern. Allein schon dadurch, daß sie ihre Erlebnisse aus dem Blickwinkel später gewonnener Einsicht und Erkenntnis reflektiert, vollzieht sich auch beim Lesen ein Wandel und inneres Verstehen, insbesondere bei Themen, die persönlich berühren. Im letzten Viertel des Buches widmet sich die Autorin den Steinen, denen sie sich auf lebendige, einfühlsame – "steinfühlsame" Weise nähert, auch hier mit Anekdoten, Geschichten und Meditationen, aber ebenso mit nüchternen wissenschaftlichen Fakten zur Natur und Heilwirkung der Steine. Aufgrund ihrer Hochsensibilität sind Steine stets ein "starkes Erleben" für die Autorin, bei dem alte Schmerzen ebenso auftauchen können, wie Aufregung und große Begeisterung. Phänomene, die wir in der Steinheilkunde täglich erleben – aber selten nur in dieser Deutlichkeit und Intensität. Doch auch in diesem Teil des Buches finden sich Lösungen und so endet das Buch (vor dem Nachwort) mit einer wunderschönen Kennenlernmeditation für die Begegnung mit einem Stein... Insgesamt ein – wie schon gesagt – sehr empfehlenswertes Buch! Und das beileibe nicht nur für hochsensible Persönlichkeiten. Dieses Buch berührt jede/n, geht manchmal unter die Haut, bringt mitunter zum Lachen und ist sehr lehrreich. Der zweite Teil zu den Steinen war für mich als "Sachbuchautor" sehr interessant: So hätte ich das nie geschrieben und nie schreiben können – und gerade deshalb hat es mir außerordentlich gut gefallen... Jutta Nebel, "Wenn Du zu viel fühlst – Wie Hochsensible den Alltag meistern", Schirner Verlag, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-89767-382-3 10 _______ BUCHTIPP: WENN DU ZU VIEL FÜHLST |
| April 2009. Interview zum Thema Hochsensibilität in der Zeitschrift "Frau von Heute" |
Presseinformation 02/09: Bitte öffnen durch anklicken! Presseinformation 11/08: Bitte öffnen durch anklicken! |
Update: Wenn du zuviel fühlst. Wie Hochsensible den Alltag meistern
April 22nd, 2009 von
Blazejewski
Hochsensible Persönlichkeiten - Ein Einblick
März 18th, 2009 von
Blazejewski
Wie Hochsensible den Alltag meistern, direkter Link zur Besprechung
KGS Hamburg Körper, Geist und Seele
Michael Jack, Präsident des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. (gem.) war so freundlich, diese erste Rezension zu schreiben und zu veröffentlichen. Das Buch wurde in die Literaturliste des IFHS aufgenommen.
Hier ist der Link zur Originalrezension.
Hier ist der Link zur Originalrezension.
Rezension „Wenn du zu viel fühlst“ – 16.09.08
Die jüngste Erscheinung zum Thema Hochsensibilität – "Wenn du zu viel fühlst – Wie Hochsensible den Alltag meistern" – ist nach Aussage der Autorin zwei Monate nach dem Erscheinen im Juli inzwischen schon fast ausverkauft. Jutta Nebel ist Heilpraktikerin und bietet auf Hochsensible zugeschnittene Beratung an. Der Schirner-Verlag hat dem IFHS freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Von einer Zweiteilung des Buches zu sprechen ist fast eine Untertreibung; treffender wäre die Aussage, dass man es mit zwei Werken zu tun hat, die aufgrund der thematischen Nähe in einem Band zusammengeführt wurden. Der erste Teil – 130 Seiten – enthält sozusagen 'allgemeine Ausführungen' zum Thema Hochsensibilität, der zweite Teil macht den Leser mit einem anscheinend wichtigen Teil des Lebens der Autorin vertraut: Steine und ihre Auswirkungen auf das menschliche Befinden.
Der 'allgemeine Teil' des Buches ist völlig anders, als man es aus der einschlägigen Literatur gewohnt ist. Wir finden keine breite allgemeine und abstrakte Beschreibung des Phänomens Hochsensibilität und die Darstellung einiger der mannigfaltigen Erscheinungsformen. Vielmehr begleiten wir die Autorin auf einem Stück ihres Weges des Reframings ihrer Vergangenheit: die Neubewertung des zum Teil vor Jahren Geschehenen im Rahmen des gesamten Lebensflusses im Lichte der neugewonnenen Selbsterkenntnis.
Mittel der Wahl sind kleine Geschichten, die Jutta Nebel im Laufe der Jahre, wie sie in ihrem Vorwort schreibt, ohne besondere Absicht aufgezeichnet hat und nun von ihr zusammengestellt wurden. In der kleinen Einleitung berichtet sie auch sehr konkret, wie sie auf das Thema Hochsensibilität stieß, was sie dabei empfand und anschließend tat, und wie plötzlich, wie sie sagt, 'alles einen Sinn ergab'.
Jede kleine Geschichte hat eine weibliche Protagonistin – irgendwann wirkt es witzig, dass jede einen anderen Namen hat, obwohl doch die Autorin nach eigenem Bekenntnis die heimliche Heldin ist – die in einer spezifischen Lebenssituation steht oder ein prägendes Erlebnis hat. Jede kurze Episode wird in einen Kommentar eingebettet, in dem teils mythische (schamanische), teils naturwissenschaftliche Interpretationsansätze, Erklärungen und weiterführende Gedanken ergänzt werden.
Die verarbeiteten Themen sind HSPs wohl vertraut: das Nichtverstandenwerden in der Kindheit, Misstrauen der eigenen Wahrnehmung, innige Beziehungen zur Natur, unstete Arbeitsverhältnisse trotz/aufgrund eines hohen Perfektionsstrebens, Schwierigkeiten mit dem alltäglichen informellen sozialen Miteinander, Herausforderungen der autonomen Urlaubsgestaltung, Schwierigkeiten, spontan zu handeln bzw. Entscheidungen zu treffen, die Belastungen des Großstadtlebens und – man möchte sagen: selbstverständlich – auch das Auftreten psychosomatischer Symptomatik bzw. Erkrankungen. Ein Tipp sei an dieser Stelle verraten: Nebel meistert stupide, monotone Arbeit, indem sie sie als Meditation begreift.
Der erste Teil des Buches endet mit ein paar etwas abstrakteren
Erörterungen: Ist ein Trauma Ursache für HS, oder wird sie doch
vererbt? Nebel fasst Varianten bekannter Tipps knapp zusammen, unter
anderem auch zu Ernährung oder zur Meisterung diverser
Lebenssituationen wie etwa des Antretens einer neuen Arbeitsstelle.
Im zweiten Teil des Buches – 44 Seiten – macht uns die Autorin mit einer Komponente ihres Lebens vertraut, die etwas exotisch anmuten mag: Steinfühlsamkeit. Nebel äußert sich zu der (Heil-)Wirkung verschiedener Gesteinstypen und berichtet von ihren Erfahrungen mit diversen Steinen.
Im zweiten Teil des Buches – 44 Seiten – macht uns die Autorin mit einer Komponente ihres Lebens vertraut, die etwas exotisch anmuten mag: Steinfühlsamkeit. Nebel äußert sich zu der (Heil-)Wirkung verschiedener Gesteinstypen und berichtet von ihren Erfahrungen mit diversen Steinen.
Dem Rezensenten wird ab und an quasi vorgeworfen, ein sehr
'verkopfter', geradezu kalter Zeitgenosse zu sein. Ein klares
Kontrastprogramm zu dem daraus folgenden, eher kognitiven Zugang zum
Phänomen der Hochsensibilität ist Jutta Nebels Buch, das damit eine
Marktlücke zu treffen scheint. Trotz der notwendigen Reflexion und
Analyse ist sie mit Herz bei der Sache, bekennt sich offen zu einem
Weltbild mit mystischen Einsprengseln, steht aber trotzdem – soweit
Hochsensible das überhaupt können – mit beiden Beinen im Leben.
Die Charakterisierung "Standardwerk" trifft es sicher nicht, dieses
Attribut ist aber auch nicht Absicht der Autorin. Vielmehr hat das Buch
Potenzial, HSPs einen Zugang zum Thema zu eröffnen, die von einem
nüchternen Approach eher abgeschreckt sind. Nicht unterschätzen sollte
man auch, wie hilfreich ganz konkrete Beispiele sein können.
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Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e.V. (gem.)
www.hochsensibel.org
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Rezension Zeitschrift: Bewusst Sein November 2008


Kundenrezensionen von Amazon
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Und die Ratschläge helfen mir jetzt schon, unerträgliche Situationen klein zu halten! Danke für dieses warme herzliche Buch! Die Geschichten haben irgendwie alle einen Bezug zum Schamanismus. Der Wind, die Sonne, Tiere, Pflanzen und Steine begleiten die Autorin wie Helfer und vermitteln wertvolle Erkenntnisse. Ach ja, ich muß noch etwas nachschieben, was man leicht übersieht. Im Klappentext ist garnicht erwähnt, daß Frau Nebel im Zusammenhang mit Hochsensibilität wunderschöne Berichte über ihre Steinfühlsamkeit, ein Wort aus Stein und Einfühlsamkeit schreibt. Sie erklärt, wie man seinen Stein oder Kristall findet, indem man mit seinen Sinnen wahrnimmt, schaut, tastet, fühlt und sie erklärt auch, wie es kommt, daß man an einem Tag sehr viel fühlen kann, wenn man "seinen" Kristall findet und wie das am nächsten Tag schon wieder anders sein kann. Was ich ganz toll finde: Sie hat eine Kennenlernmeditation beschrieben, wie man seinen neu gefundenen, oder auch alten Steinfreund kennen- und spüren lernt. Ein echt tolles Gefühl! |
Rezension Zeitschrift: Bewusst Sein November 2008